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Zum Vorgehen des Ombudsman

 

Der Ombudsman für die Wissenschaft ist ein Kollegialgremium, das alle vorgetragenen Hinweise und Anfragen berät und gemeinsam Einschätzungen sowie Empfehlungen zum weiteren Vorgehen in den einzelnen Ombudsangelegenheiten trifft. Die Sitzungen des Gremiums finden mehrmals im Jahr im Abstand von ca. 8 bis 10 Wochen statt. Zwischen diesen Terminen tauschen sich die Mitglieder regelmäßig schriftlich und telefonisch zu den Anfragen aus, sodass gemeinsame Empfehlungen auch unabhängig von den Sitzungen getroffen werden können.

 

 

Beratung durch den Ombudsman

Ein Beratungswunsch sollte schriftlich an den Ombudsman gestellt werden, die Antwort des Gremiums erfolgt in der Regel auch in schriftlicher Form. Der Wunsch nach einer telefonischen Beratung durch ein Mitglied des Gremiums ist schriftlich zu begründen. Eine allgemeine telefonische Erstberatung durch die Geschäftsstelle ist ohne vorherige schriftliche Kontaktaufnahme möglich.

 

Meldung eines Verstoßes gegen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis

Ein schriftlicher Hinweis auf einen möglichen Verstoß gegen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis wird vom Ombudsman zunächst auf seine Substanz geprüft. Falls sich der Verdacht nach Durchsicht der vorgelegten Unterlagen erhärtet, bittet der Ombudsman die Person(en), auf die sich der Hinweis in der Hauptsache bezieht, um eine Stellungnahme zum Sachverhalt. Die Eröffnung eines Verfahrens geschieht nur mit dem ausdrücklichen Einverständnis desjenigen, der sich an den Ombudsman gewandt hat; ohne das Einverständnis wendet sich der Ombudsman nicht an Dritte und es kann keine weitere Sachaufklärung durch das Gremium erfolgen.

 

Eröffnung eines Ombudsverfahrens und Aufklärung des Sachverhalts

Alle in ein Verfahren involvierte Personen und Instanzen werden auf die Einhaltung der gebotenen Vertraulichkeit hingewiesen. In der Regel kann sich das Ombudsgremium anhand der schriftlich eingereichten Stellungnahmen und Belege der verschiedenen involvierten Personen ein Bild des Sachverhalts machen und zu einer Einschätzung gelangen. Falls es der Lösung des Konflikts dienlich scheint, nutzt das Ombudsgremium zusätzlich die Möglichkeit, in einem gemeinsamen Gespräch mit den Beteiligten den Sachverhalt weiter zu erhellen. Das Ziel des schriftlichen – und ggf. mündlichen – Austausches ist es, eine einvernehmliche Konfliktlösung auf Grundlage der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis zu erarbeiten, um einen Regelverstoß zu vermeiden, zu korrigieren bzw. zu beheben. Wenn trotz der Vermittlungsbemühungen keine Einvernehmlichkeit hergestellt werden kann, wird das Ombudsgremium zumindest allen Beteiligten eine Darstellung des ermittelten Sachverhalts und seine Empfehlung auf Grundlage der entsprechenden DFG-Denkschrift zukommen lassen.

 

Nicht korrigierbares wissenschaftliches Fehlverhalten

Die Feststellung eines nicht korrigierbaren wissenschaftlichen Fehlverhaltens (z.B. Datenmanipulation, Plagiate) und die Verhängung von Sanktionen ist nicht Aufgabe des Ombudsman für die Wissenschaft. Liegt dem Ombudsgremium ein begründeter Anfangsverdacht auf ein nicht korrigierbares wissenschaftliches Fehlverhalten vor, leitet er die Angelegenheit an die zuständige Untersuchungskommission weiter, die gemäß der DFG-Denkschrift an allen Universitäten und Forschungseinrichtungen als Untersuchungseinrichtungen für diese Art wissenschaftlichen Fehlverhaltens tätig ist. Bei einem DFG-Bezug wird der dortige Unterausschuss für Fehlverhaltensangelegenheiten benachrichtigt.

 

Verfahrensgrundsätze des Ombudsman

Der Ombudsman für die Wissenschaft lässt sich von den Prinzipien der Vertraulichkeit und der Unparteilichkeit leiten. Aus den Erfahrungen seiner Tätigkeit haben sich Verfahrensgrundsätze konkretisiert, nach denen das Ombudsgremium auf die an ihn gerichteten Anfragen reagiert.